19. August 2008

Nihao Bocholt – RTF am 17. August 2008

Olympische Spiele in Beijing, bei den Strassenradrennen hatten bereits der Baske Samuel Sanchez bei den Herren und die Waliserin Nicole Cook bei den Frauen die Goldmedaillen abgeräumt. Der Berner Fabian Cancellara und die US-Amerikanerin Kristin Armstrong (nicht verwandt mit dem großen Lance) waren, wie erwartet, die Stärksten im Einzelzeitfahren. Unsere deutschen Hoffnungen verschwanden allerdings leider im Nirwana des Pelotons.

Nichtsdestotrotz traf sich an diesem 3. Sonntag des Monats August eine fröhliche, ausgelassene Truppe um bei der diesjährigen Rose-RTF gemeinsam eine „Geniesserrunde“ zu absolvieren. Gemeinsam mit Birgit, Michael und Jürgen ging es um kurz nach 9 Uhr los in Richtung der niederländischen Grenze. Da es für Lydia die erste RTF war, entschieden wir uns spontan für die 43 km – Runde, um im Gegensatz zur Express-RTF in Moers dann doch mal die Landschaft geniessen zu können.

Bei meinen Versuchen, diese harmonische Gemeinschaft auf der Speicherkarte meiner Olympus festzuhalten und dabei die Kamera „blind“ nach hinten hielt, wurde sofort entsprechend kommentiert. Sprüche wie „ Jetzt haste den Acker geknipst“ und „ Nun mein Vorderrad“ ließen mich aber nicht verzagen und drückte einfach immer wieder ab. Immerhin sind mir dann doch noch einige gute „Schüsse“ gelungen.


Kaum hatten wir die Grenze der niederländischen Provinz Gelderland passiert, wurden die Straßen unebener. Ich muss zugeben, auf diesen Buckelpisten macht es nicht immer Spaß, mit 8,5 bar Druck auf den Reifen entlangzurollen. Bei einer kurzen Schotterpassage bekam er das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht und ich hatte echt Angst um meine Ultremo-Slicks.

Nach einer kurzen Pause bei der ersten und einzigen Kontrolle („Jeder bitte nur eine halbe Banane und ein Hanuta“) rollten wir dann entspannt zurück zum Ausgangspunkt nach Bocholt, verabschiedeten wir uns voneinander und ließen den Restsonntag im Kreise der Familien ausklingen.


Frank - Team Niederrhein 2007

4. August 2008

Juli 2008 – Starnberger See - die Umrundung!

Den Sommerhit des Jahres 2003 noch in den Ohren:

„Ohh willkommen, willkommen, willkommen Sonnenschein Wir packen unsre sieben Sachen in den Flieger rein Jaaa wir kommen, wir kommen, wir kommen macht euch bereit Reif für die Insel, Sommer, Sonne, Strand und Zärtlichkeit Raus aus dem Regen, ins Leben ab in den Süden Der Sonne entgegen, was erleben, einen heben und dann Bikinis erleben Jetzt kommt es dick man, ich rette den Tag, ich sag ab geht die Party Und die Party geht ab.“ (Von Buddy Vs. DJ The Wave)

fuhren wir am 26. Juli in Richtung Süd zum Starnberger See, um dort eine sonnige Woche zu verbringen. Statt des Fliegers nahmen wir dann doch lieber das Auto, da wir mit „sieben Sachen“ nicht so ganz auskamen und auch die Fahrräder nicht so recht in den Koffer passen wollten.

Da unser Urlaubsort, das kleine Dorf Beuerberg im Tölzer Land nicht weit weg vom berühmten Starnberger See lag (ca. 7 km) entschloss ich mich bereits am 3. Tag zur Umrundung desselben. Von Beuerberg aus führte ein Radweg durch direkt nach Eurasburg von wo aus ich zum See fahren wollte. Leider hatte ich den „Hügel“ übersehen, der mit dort im Wege stand und auch das Schild, das mir eine 18 %-ige Steigung androhte, konnte mich nicht abschrecken, meinen Weg fortzusetzen. Dort legte ich schon vorsorglich meine Kette vorne auf das 34er Kettenblatt und begann den Anstieg. Nach den ersten 1.000 Metern, hinten hatte ich auch schon das 27er Ritzel erreicht, begann meine Lunge zu pfeifen, mir wurde schlecht und ich bekam einfach keine Luft mehr. Nach gefühlten 30 Minuten (es waren real aber wohl doch nur 5) ging die (Tor-)tour dann weiter. Nach wiederum 500 m musste ich dann schon wieder anhalten und schob den Rest des Weges bis zur nächsten Kuppe. Vielleicht sollten die auf den Radwanderkarten doch mal die zu bewältigenden Höhenmeter verzeichnen. Nach diesem Erlebnis suchte ich dann erstmal mein Heil in der Flucht wieder bergab und wurde durch eine atemberaubend Abfahrt auf derbem Schotter durch sattgrüne Wiesen belohnt. Tja, manchmal lohnt es sich eben doch, in den Bergen lieber auf die grobstollige Rennradfraktion zu setzen.

Ich fuhr den Radweg wieder zurück zum Ausgangspunkt und nahm dann lieber die Landstrasse in Richtung Starnberger See, die es allerdings auch in sich hatte. Schon auf dem ersten Anstieg überholte ich eine Gruppe MTB-Touristen, die sich schiebernderweise den Berg hoch kämpften. Welch Motivation für den Rest des Weges. Ab St. Heinrich wurde es dann wieder leicht.

Der See war erreicht und ich fuhr in südwestlicher Richtung auf flacher Strecke am See entlang und legte meinen ersten Stopp in Seeshaupt ein. Danach ging es über den geschotterten Pfad am Wasser entlang und danach durch ein Wäldchen, das mich an die Heimat erinnerte, nach Bernried. Vor dort führte dann leider eine breite Landstrasse weiter, die relativ langweilig zu fahren war. Auf der Strecke hielt ich dann noch beim dort ansässigen Buchheim-Museum (genau, das war der, der „Das Boot“ geschrieben hat) für ein paar Erinnerungsfotos an und radelte zügig bis nach Tutzing weiter. Die weitere Strecke führte mich über Garatshausen, Feldafing und Possenhofen in die Kreisstadt Starnberg. Das nördliche Ende des Sees war erreicht.







Hinter Starnberg wurde die Strecke wieder schöner und in dem kleinen Ort Berg musste ich erst einmal in einem ortsansässigen Lebensmittelladen meine Trinkflasche und meinen körpereigenen Kohlehydratspeicher wieder auffüllen. Weiter ging’s über einen gut ausgebauten Radweg über Sibichhausen, Allmannshausen, Weipertshausen nach Münsing. Von dort nach Degerndorf nach Berg b. Eurasburg und die am Anfang bereits 18 % - Strecke, dieses Mal zum Glück bergab aber mit glühenden Bremsen, wieder zurück ins Tal und über einen wunderschönen Radweg durch den Wald nach 73 Kilometern wieder zum Ausgangsort nach Beuerberg.

Ich habe mir übrigens vorgenommen, die 18 % - Steigung im nächsten Jahr doch noch fahrender weise „zu knacken“. Bis dahin werde ich mir mal erkundigen, ob ich auf mein Focus eine MTB-Kurbel und das passende Ritzelpaket montieren kann, mit 22 Zähnen vorn und 34 hinten müsste das doch wohl zu schaffen sein. Oder ich leihe mir einfach mal ein MTB…na ja, vielleicht sollte ich bis dahin auch noch so mindestens 5 kg abnehmen!

Frank - Team Niederrhein 2007

21. Juli 2008

"Sonnige" RTF in Duisburg

Nach den letzten Tagen und Wochen des schlechten Sommerwetters, wollte das Team Niederrhein 2007 nun endlich wieder eine RTF bestreiten.

Da kam dann doch die 1. Duisburger Mattlerbusch RTF am 20.07.2008 gerade recht. Schnell noch am Vortag nach den Wetteraussichten geschaut und erfreut vernommen, dass zwar durchwachsenes Sommerwetter angesagt ist, aber durchaus mit Phasen von Sonnenschein.

Neben dem Allrounder Olli und mir (der längeren Hälfte des Team im Team) schloß sich noch Jürgen an. So trafen wir uns also am Morgen gegen 08.00 Uhr bei fast blauem Himmel am Start.

Nach zügigen 30 Kilometern fuhren wir Richtung Schermbeck, dem Heimatort unseres Teammitgliedes Frank. Während der ersten Phase der RTF fühlten wir uns irgendwie verfolgt. Jau, wir hatten einen Begleiter, allerdings einen ziemlich Stummen. Zumindestens kam die ganze Zeit über kein Wort über seine Lippen. Naja gut, vielleicht ist er ein Anhänger des Sprichwortes -Reden ist Silber, Schweigen ist Gold-.

Als es im Verlauf des Weges etwas hügliger wurde, verloren wir unseren stummen Wegbegleiter nur um kurz darauf einen anderen am Wegesrand zu finden. Dieser hatte einen Defekt den er aber gerade behoben hatte. So hatten wir einen Neuen stummen Begleiter (und täglich grüßt das Murmeltier).

Nach kurzer Zeit überholter er uns, dies führte allerdings bei unserem Allrounder „Olli Pike Cavendish“ zum Erwachen seines Jagdtriebes. In flotter Fahrt ging es eine Anhöhe hinauf und ca. bei der Hälfte war sein Opfer gestellt und erlegt.

Als wir kurz danach zu unserer 1. Kontrolle in Schermbeck kamen, diskutierten wir kurz unser dort wohnendes Teammitglied anzurufen und zum Mitfahren zu bewegen, liesen das aber in Anbetracht des frühen Morgens lieber. 10 Minuten später ging dann ein Platzregen nieder und wir hatten plötzlich den unwiderstehlichen Drang, unser in Schermbeck wohnendes Teammitglied trotz des frühen Morgen dringend einen Besuch abzustatten.

Nach einem kurzen Telefonat kam Frank uns dann -allerdings mit dem Auto- abholen und wir fuhren durchnässt hinter ihm her. Als wir 5 Minuten später bei Ihm ankamen, waren die Brötchen schon im Ofen und der Kaffe fertig. Danke nochmals an Karin.

Beim Frühstück klingelte dann das Handy von Jürgen, am Apperat war seine Frau die bei Ihrer Radtour nass und im Regen stehend mit einem kaputten Vorderrad irgendwo in Duisburg stand. Gab es am Abend eigentlich noch irgendwelche Diskussionen als du ihr antwortetest, dass du trocken beim Frühstück sitzt und es dir gutgeht?

Nachdem dann der kürzere Teil des Team im Team in Schermbeck ankam um mich mit dem Auto abzuholen, ging es mit 2 Autos (auch hier nochmal Dank an Frank) über nasse Straßen an durchnässten Teilnehmer der RTF zurück nach Duisburg.

Fazit unserer Teilnahme an der Duisburger RTF: Auf die Teammitglieder des Teams Niederrhein 2007 ist Verlaß, Cavendish (zumindestens „Olli Pike Cavendish“) kann hervorragend Berge erfahren und wenn man zum Frühstück am Tisch sitzt, sollte man sein Handy ausschalten, es könnte sonst Jürgens Frau anrufen.

Michael 21.07.2008