16. Juni 2010

Der Blick über den Tellerrand... MTB Marathon Tegernsee



Ich habe auch mal über den Tellerrand geschaut und mich von der landschaftlichen Schönheit des Tegernsees beim MTB Marathon dort überzeugt. Mein MTB ist jetzt zwei Jahre alt, 2008 gekauft und damals auch fleissig im Wald gefahren, bin ich dann doch ziemlich schnell wieder auf das Rennrad umgstiegen. Somit habe ich jetzt das Mountainbike nur noch für den Weg zur Arbeit genutzt und es dabei aber schon ziemlich "runter" gefahren.

So stand ich dann am Tegernsee. Von einer Freundin mehrfach gefragt, habe ich mich in einem Anfall geistiger Umnachtung nach dem Nachtdienst spontan zum MTB-Marathon angemeldet... "kleine Runde, für Stammtischbrüder", stand da. ...und dann stand ICH da... Kette ausgelabbert und deshalb springt die Schaltung, das Profi am Hinterrad hatte sich mittlerweile einem Rennradreifen angenähert und um mich herum lauter Berge. Richtige, grosse, hohe Berge... ja. landschaftlich war es wirklich schön... aber erfreuen konnte ich mich vor dem Wettkampf nicht daran.

Wir waren am Vortag zum Tegernsee raus gefahren, um in Ruhe die Startunterlagen abzuholen und die Gegend anzuschauen. Ich war so selten so maximal unentspannt wie vor diesem Wettkampf und habe mich die ganze Zeit nur gefragt, warum ich mich immer auf so einen Sch... einlasse... ich kann nun mal nicht MTB fahren... und das dort waren echte Berge.



Am nächsten Tag war das Wetter grossartig, die Stimmung im Startbereich spitze und meine Startgruppe durfte als letztes starten, so dass ich das grosszügige Starterfrühstücksbuffet in Ruhe geniessen konnte. Wenn ich Angst und Stress habe, dann fange ich an zu essen - vor so einem Wettkampf gar nicht mal so verkehrt.

Der Start verlief problemlos, in gemütlichem Kaffeeklatschtempo sind wir losgefahren. Nach 5 Minuten wurde es mir zu langweilig und ich habe ein bischen Gas gegeben... und ab da wurde es spassig. Es ging teilweise höllisch bergauf und dann ewig lang super g..... bergab. Die Landschaft war grossartig, es gab drei Schiebepassagen und der Rest waren gut zu befahrende Waldautobahnen. Eine Traumstrecke für MTB-Laien wie mich. Ich hatte einen mordsmäßigen Spaß!!!



Im Ziel angekommen, habe ich direkt meine Freundin getroffen und wir haben uns ordentlich mit Erdinger Alkoholfrei gefeiert.





Insgesamt kann ich den MTB-Marathon Tegernsee nur empfehlen, wunderschöne Strecke (die anderen sind deutlich anspruchvoller, aber wohl auch traumhaft), wunderschöne Landschaft, optimale Verpflegung (Pastaparty abends vorher, Frühstücksbuffet am Morgen,Wettkampfverpflegung unterwegs und nach dem Rennen ein Mittagessen nach Wahl) und eine perfekte Streckenorganisation. Dieser Wettkampf ist eine kleine Urlaubsreise wert!

Liebe Grüsse aus dem Süden,

Andrea

1. April 2010

Der Start der Saison für die Rheinbergers...........

Nachdem endlich der Schnee geschmolzen ist und die Temperaturen über 10 Grad liegen, war es für die Rheinberger endlich wieder mal Zeit die Räder aus dem Keller zu holen, zu entstauben und eine erste vorsichtige Radtour zu unternehmen.


Zwar war es für die Kombination kurz/kurz noch zu kühl, die Teamjacken wärmten Uns aber zuverlässig.

Wir fuhren nur eine kurze Runde um den Wiedereinstieg nicht zu beschwerlich zu machen. Diese machte aber dennoch wieder Lust auf mehr und wir werden in den nächsten Wochen und wärmeren Temperaturen wieder öfter unterwegs sein.............

Wie man auf den Bildern sieht, haben wir uns die Berge für eine spätere Tour aufgehoben.


Jetzt hoffen wir, dass die Temperaturen endlich nach oben gehen und wir uns wieder für gemeinsame Ausfahrten treffen......



Die Rheinberger

20. Oktober 2009

Frostiger Saisonabschluß

Es war der 18. Oktober 2009, trotz Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fanden sich sehr viele unerschrockene, zum Teil bis zur Unkenntlichkeit vermummte, Rennradler auf dem Hof der Schule ein um im beschaulichen Haltern am See die letzte RTF des Sektors zu bestreiten. Zusammen mit Klaus aus Waltrop


und Knut aus Herne wollte ich die 71 km - Runde unter die schmalen Reifen nehmen und wir rollten mit gemäßigter Geschwindigkeit aus Haltern heraus, wobei die beissende Kälte empfindlich in die Finger- und Fußspitzen kroch. Kaum auf der gut ausgebauten Landstrasse angekommen, zog Knut das Tempo an, wir hängten uns an noch schnellere Gruppen ran, um uns dann mit Geschwindigkeiten von 35 - 36 km/h erst einmal warm zu fahren. Nach einigen Kilometern stiegen auch die Körpertemperaturen an und sogar in unsere Finger kam wieder Leben.

Eine Stunde später kam dann sogar die Sonne noch raus und die Laune aller Radler hob sich zunehmend, die Gruppen wurden dichter und an einem kurzen Anstieg mussten wir sogar im Stau warten, um uns dann an den langsameren Fahrern vorbei auf die Anhöhe zu katapultieren, an der die erste Kontrollstelle war. Im Anstieg fragte mich Klaus, wo denn der Knut wohl geblieben wäre, aber dieser hatte die Anhöhe schon längst vor uns erklommen.

Dort war es zu dieser frühen Stunden schon mächtig voll und wir machten uns nach Abholung des obligatorischen Stempels, dem Genuß der angebotenen Bananen und Schokokekse schnell wieder auf die Gummisocken.

Der Verkehr wurde immer dichter, die Gruppen schneller und wir schwammen im Getümmel der verschiedenen Vereine einfach mit.

Dort fuhr unser Trio hinter einer Gruppe Radler her, die wohl aus Dortmund-Scharnhorst kamen und wunderte mich nur, welcher "geniale" Designer denn wohl die in dezentem dunkelgrün und schwarz gehaltene, geschmacklose Vereinsbekleidung geschaffen hat.



Wir fühlen uns, wie in einer Polizeieskorte... da lobe ich mir doch unser "Team Niederrhein 2007" - Design.

Nach der zweiten Kontrolle lichteten sich die Reihen zusehends, was wohl an der Streckenteilung lag und wir drei fuhren fast ganz alleine den Rest der 71 km - Strecke zurück nach Haltern.







Frank - Team Niederrhein 2007